8 Dinge auf die man beim Abbruch achten sollte

Der Abbruch eines Gebäudes kann nicht einfach nach Gutdünken vollzogen werden. Stattdessen gelten für Abriss und Rückbau strenge Regeln, unter anderem in Bezug auf die Baustoffe. Auch ob Schadstoffe vorhanden sind, muss dabei geprüft werden. Worauf Sie beim Abbruch eines Gebäudes achten sollten, erfahren Sie in unseren Tipps.

Die richtige Genehmigung
Eigentümer brauchen in vielen Fällen eine Genehmigung vom Bauamt, um ein Gebäude abreißen zu dürfen. Die Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Bundesland und Kommune. Problematisch wird es, wenn das Gebäude unter Denkmalschutz steht. In anderen Fällen ist keine Genehmigung für den Abbruch erforderlich, der Abriss muss häufig jedoch zumindest angezeigt werden. Hier hilft die jeweilige Bauordnung weiter.

Die richtigen Helfer finden
Für den Abbruch werden in der Regel vor allem bei umfangreicheren Arbeiten Handwerker benötigt. Nur in manchen Fällen kann der Eigentümer selbst mit einem Schlaghammer und anderen Hilfsmitteln tätig werden. Abrissfirmen untersuchen auch die verbauten Baustoffe des Hauses. Es sollte sich unbedingt um Fachleute handeln, die sich mit Vorschriften und Materialien auskennen. Auch mit der Statik sollte sich der Betrieb auskennen. Bei der Suche nach Handwerkern können Empfehlungen und Referenzen helfen.

Mehrere Angebote einholen
Bevor Handwerker mit einem Abbruch beauftragt werden, empfiehlt es sich, Angebote mehrerer Firmen einzuholen. Im Kostenvoranschlag wird der Leistungsumfang ersichtlich. In jedem Fall sollte die Entsorgung der rückgebauten Materialien im Preis enthalten sein, ebenso, falls vorhanden, das Ausgraben des Fundaments. Die Deckungssumme der Haftpflichtversicherung des Betriebs sollte ausreichend hoch sein und bei mehreren Millionen Euro liegen.

Leitungen trennen
Wichtig beim Abbruch eines Gebäudes ist es, dass mögliche Leitungen vorher unterbrochen werden. Das gilt beispielsweise für die Stromversorgung. Auch Wasser- und Gasleitungen müssen abgestellt werden.

Vorsicht mit Nachbargebäuden
Es versteht sich von selbst: Nachbarhäuser dürfen durch Abbrucharbeiten nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Es kann sinnvoll sein, bereits bestehende Schäden vorab zu dokumentieren. Besonders schwierig ist die Situation, wenn das abzureißende Gebäude direkt an ein anderes Haus grenzt. Entsprechende Vorkehrungen zu dessen Schutz müssen zwingend getroffen werden.

Die richtige Methode
Für den Abbruch gibt es verschiedene Methoden. Dazu zählt der Abriss oder Abbruch ebenso wie der kompliziertere Rückbau, bei dem das Haus Stück für Stück in seine Bestandteile zerlegt wird. Ein Abbruch kann durch Sprengen, Vollabbruch oder Teilabbruch vollzogen werden. Welche Methode geeignet ist, hängt mit der Situation vor Ort und behördlichen Vorschriften zusammen.

Auf Schadstoffe achten
Vor einem Abbruch muss das Gebäude auf Schadstoffe untersucht werden. Insbesondere können diese in Form von Asbestzementplatten, asbesthaltigen Dichtungen oder Bodenbelägen, künstlichen Mineralfasern, Schwarzanstrichen, Teekork, Farben und Lacken oder teerhaltigen Schweiß- und Dachbahnen vorhanden sein. Auch wie Hölzer behandelt worden sind spielt eine Rolle. Es kann sich um Materialien handeln, die von Anfang an mit Schadstoffen belastet waren, oder aber durch die Nutzung verunreinigt worden sind (Altlasten).

Wohin mit den Baustoffen?
Die alten Baustoffe müssen nicht zwangsläufig entsorgt werden. Manche Wertstoffe können weiterverkauft werden, andere Materialien können gegebenenfalls noch verwendet werden.

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