Warum Ferienhäuser oft aus Holz gebaut werden

Ob altes Bauernhaus oder moderner Neubau, Holz hat sich seit Jahrhunderten als Baustoff bewährt.

Nicht nur in Skandinavien genießen Holzhäuser große Beliebtheit, sondern auch in der Bundesrepublik entscheiden sich Bauherren heutzutage häufig für eine Holzbauweise ihres neuen Heims. Denn Holzhäuser sind umweltfreundlich und bieten zahlreiche weitere Vorteile. Sie gewährleisten ein ausgezeichnetes Wohngefühl und auch beim Thema Energiesparen können sie beeindrucken.

Holz vermittelt große Behaglichkeit, weshalb dieser Baustoff auch bei Ferienhäusern oft bevorzugt wird. Denn in der schönsten Zeit des Jahres soll sich die ganze Familie in gemütlicher Atmosphäre richtig wohlfühlen.

Die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten bei Holzhäusern erlauben zudem eine exakte Ausrichtung auf die eigenen Bedürfnisse. Aus diesen Gründen entscheiden sich immer mehr Bauwillige für Ferienhäuser aus Holz von Butenas-Blockhaus oder ähnlich renommierten Anbietern.

Blockbauweise und andere Holzbautechniken

Holzhäuser können nach ihrer Bauweise unterschieden werden. Die traditionellen Blockhäuser bzw. Blockbohlenhäuser werden dabei als Klassiker bezeichnet, da es sich bei der Blockbauweise um die ursprünglichste Form der Holzarchitektur handelt.

Dabei werden massive Baumstämme horizontal übereinander gelegt und so die Wände gebildet. Dazu werden entweder Naturstämme verwendet oder industriell verarbeitete Blockbohlen. Spezielle Eckverbindungen wie Verkämmungen, Stützhölzer und Kreuzecken verleihen den Blockhäusern eine hohe Stabilität.

Andere Holzhäuser werden mit Hilfe der Holzrahmen- oder Holztafelbauweise errichtet. Der Holzrahmenbau stellt die am weitesten verbreitete Bauart unter den Holzbauten dar und wird etwa im Fertigbau eingesetzt. Die Wände bestehen aus Ständerkonstruktionen, die mit unterschiedlichen Holzwerkstoffen oder Gipsplatten verkleidet werden.

Die einzelnen Wandelemente werden meist noch im Werk auf einer Seite beplankt und auch Installationen, Wärmedämmstoffe, Dampfbremse und innere Beplankung können bereits werksseitig vorgefertigt werden. Die fertigen Wände werden dann auf der Baustelle nur noch zusammenmontiert, was eine kurze Bauzeit ermöglicht und auch einen raschen Witterungsschutz für den Rohbau bedeutet. So können Holzhäuser in nur wenigen Wochen aufgebaut werden und aufgrund der Trockenbauweise kann auch der Einzug zeitnahe erfolgen.

Vorteile von Holzhäusern

Neben einer kurzen Bauzeit und der schnelleren Bezugsfertigkeit bieten Holzhäuser gegenüber herkömmlichen Ziegelbauten einige weitere klare Vorteile. Schon die Entscheidung für ein Haus aus dem ökologischen Baustoff Holz wird dem steigenden Umweltbewusstsein gerecht.

Für Holzhäuser werden in erster Linie langsam wachsende Holzarten verwendet, da diese eine hohe Dichte und Festigkeit aufweisen. Die feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften von Holz sorgen für ein angenehmes Raumklima, das auch Allergiker begünstigt und schon der angenehme Duft von Fichtenholz oder Weißtannenholz garantiert einen einzigartigen Wohlfühlfaktor.

Holz ist ein guter Isolator, was bei Blockhäusern in der kalten Jahreszeit den Wärmeverlust nach außen reduziert. Zudem strahlen die Blockwände aufgrund ihrer geringen Leitfähigkeit innen keine Kälte ab und es wird verhältnismäßig wenig Heizenergie benötigt. Die guten natürlichen Dämmwerte von Holz werden durch moderne Montage- und Verarbeitungstechniken in Verbindung mit hochwertigen Dämmmaterialien noch weiter verbessert.

Bei hohen Außentemperaturen im Sommer bleiben die Wohnräume hingegen angenehm kühl. Trotzdem sollte an einen ausreichenden Sonnenschutz in den besonders heißen Sommermonaten gedacht werden, um ein übermäßiges Aufheizen des Holzhauses zu verhindern. In der Regel werden dazu etwa Spanplatten auf Dachschrägen angebracht, die nach Westen oder Süden zeigen.

Wesentlicher Bestandteil zeitgemäßer Wohnqualität ist der Schutz vor äußeren und inneren Lärmquellen. Im Vergleich zu Ziegelbauten verfügen Holzwände über geringere Schallschutzeigenschaften, was oftmals als Nachteil von Holzhäusern bezeichnet wird. Doch die Holzbauindustrie hat dieses Problem erkannt und es wurden in den vergangenen Jahren erhebliche Verbesserungen in diesem Bereich erzielt. So wird bei modernen Holzbauten durch die richtige Zusammensetzung der verschiedenen Bauteilschichten eine akustische Entkoppelung der Bauteile erzielt und Dank der ausgeklügelten Konstruktionsweisen eine sehr hohe Qualität an Schallschutz erreicht.

Holzhäuser bieten hohe Veränderungsflexibilität

Die Flexibilität in der architektonischen Gestaltung von Holzhäusern schafft für den Bauherrn großen Spielraum beim Design und eine exakte Abstimmung auf ganz individuelle Ansprüche. Ebenso bietet der Holzbau leicht umsetzbare und innovative Lösungen für Umnutzungen und Änderungen an Gebäuden. So sind etwa Anbau, Aufstockung, Dachausbau oder andere Modernisierungsmaßnamen jederzeit und problemlos möglich, da die Konstruktion eines Holzhauses nachträglich leicht verändert werden kann. Viele Gründe sprechen also dafür, sich auch bei seinem Feriendomizil für eine Holzbauweise zu entscheiden. Energiesparend und umweltfreundlich kann man dort zu jeder Jahreszeit ein optimales Wohnklima und damit Erholung pur genießen.

Die ausgezeichneten Eigenschaften von Holz als Baustoff überzeugen aber schon lange nicht mehr nur Bauwillige von Einfamilienhäusern oder Wochenendhäusern, sondern es werden bereits ganze Wohnanlagen in Holzbauweise realisiert. In Österreich sorgt aktuell die Planung eines einzigartigen Projekts für Aufsehen. In der Seestadt Aspern bei Wien soll laut einem Bericht von presse.com in nur zwei Jahren Bauzeit das größte Holzhochhaus der Welt entstehen. Es soll stolze 84 Meter hoch werden und über 24 Stockwerke verfügen. Auf einer Bruttogesamtfläche von 25.000 Quadratmeter sollen anschließend ein Hotel, ein Restaurant, Büroflächen und ein Wellness- bzw. Gesundheitsbereich Platz finden.

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